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Öffentlicher Permakultur Naschgarten
Über das Projekt
Die Vision ist es, einen Naschgarten zu etablieren, in dem in den verschiedensten Schichten und durch beinahe das ganze Gartenjahr essbare Pflanzen gepflückt und gegessen werden können. In geschwungenen Formen führt ein neu angelegter Weg durch eine essbare Landschaft. Abgesehen von den invasiven Pflanzen und Neophyten soll der aktuelle Bestand und somit die aktuelle Stimmung des Gartens erhalten bleiben. Die Bepflanzung wird ergänzt durch verschiedene Obstgehölze im Nieder- und Halbstammbereich sowie durch Wildobst Edelsorten, Nusssorten und diversen Beerensträuchern. Zudem soll eine Edelkastanie als Herzstück des Gartens zentral gepflanzt werden und auch in den oberen Stratos wachsen. Die durch den Abbruch anfallenden Materialien wie Betonplatten oder Pflanzenmaterial sollen Vorort wieder verwendet werden und damit zb. Kleinstrukturen geschaffen werden. Der Garten erhält zudem einen Sitzplatz, der als Aufenthaltsort und Treffpunkt gilt. Durch den Garten verteilt sollen zudem Schilder aufgestellt werden, welche die einzelnen Elemente beschreiben und die Pflanzen dem Besucher / der Besucherin näherbringen.
Der Aufenthaltsort und Treffpunkt der zukünftigen Gartengruppe wird im unteren Teil an der flachsten Stelle entstehen. Dieser wird entweder mit Kies gebaut oder ebenso wie die Wege aus Holzschnitzel. An der Hangseite wird der Platz mit Flusssteinen umrandet, welche Lebensräume fördern und zudem Sitzgelegenheiten bilden. Zudem kann ein Holztisch mit Sitzbänken installiert werden.
Die Wegstruktur zieht sich in geschwungene Formen über das ganze Grundstück und ist erweiterbar, wenn der Naschgarten in Zukunft mit den anliegenden Parzellen ergänzt wird. Um dem Waldgarten ähnlichen Prinzip gerecht zu werden und Mykorrhiza Pilze zu fördern, schlagen wir Holzschnitzelwege vor.
Diese sollten zudem genügend breit sein, damit mehrere Besucher aneinander vorbeigehen können. Die Wege dienen zudem als Überlauf des Retentionsbecken. So kann das Regenwasser optimal in den Boden versickern.
Bei der “Essbarkeit” des Gartens konzentrieren wir uns auf die Gehölzschicht und bauen den Garten in einem Waldgarten-Prinzip auf. Dieser besteht aus der Baumschicht (z.b. Kastanienbaum), der Obstbaumschicht (z.b. Halbstamm Apfelbaum), der Grossstrauchschicht (z.b. Kornelkirsch oder Felsenbirne), der Strauchschicht (z.b. Johannisbeere) sowie der Schlingpflanzeschicht (z.b. Reben). Darauf wird geachtet, dass durch den grössten Teil des Jahres immer etwas geerntet werden kann, und nicht alles auf einmal reif wird. Gestartet mit der Maibeere im Mai bis hin zur Mispel im Dezember.
Der nördlich gelegene Kiesweg und Zufahrtsstrasse in den Schrebergarten ist verdichtet und leitet das Regenwasser zurzeit auf die Strasse und ins Abwassersystem. Wir wollen dieses Oberlächenwasser auf der Höhe des Gartens auffangen und in ein Retentionsbecken leiten. Dadurch wird der Garten so vom höchsten Punkt her mit Wasser versorgt. Zudem kann die Fläche rund um das Retentionsbecken mit diversen feuchtliebende Stauden und Kleinstrukturen aufgewertet werden.
Über den Garten verteilt sollen 2-3 Wieselburgen entstehen sowie eine Eidechsenburg um das Retentionsbecken und eine Totholzhecke im Eingangsbereich zur Abgrenzung vom nördlich gelegenen Kiesweg. Die Wieselburgen sollen helfen, die aktuellen Wühlmäuse in Schach zu halten. Am Sitzplatz wird zudem eine Hangsicherung aus Flusssteinen gebaut und dient so als weiteren Lebensraum für Tiere.






